Eine im Fachjournal Nature Communications veröffentlichte Studie untersucht, ob sich durch die Kombination verschiedener Therapieansätze bei Tinnitus zusätzliche Effekte erzielen lassen. Analysiert wurden mehrere Verfahren, die entweder parallel oder nacheinander angewendet wurden. Beteiligt waren internationale Forschungseinrichtungen, die unterschiedliche Behandlungsstrategien systematisch verglichen haben.
Die Auswertung zeigt, dass sich die Wahrnehmung von Ohrgeräuschen in einzelnen Gruppen verändert hat. Ein konsistenter Vorteil gegenüber Einzeltherapien ließ sich jedoch nicht nachweisen. Unterschiede ergaben sich vor allem zwischen den untersuchten Ansätzen und den jeweiligen Patientengruppen. Teilweise traten Effekte nur unter spezifischen Bedingungen auf.
Offen bleibt, ob bestimmte Kombinationen gezielt für definierte Patientengruppen geeignet sind und unter welchen Voraussetzungen sich die beobachteten Effekte reproduzieren lassen.