Tinnitus-Therapie: Unternehmen will Vertrieb ausweiten

Die Resaphene Suisse AG hat BioTurk exklusive Vertriebsrechte für die Tinnitus-Therapie „tinniwell“ in der Türkei sowie in Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan und Nordzypern eingeräumt. Der Vertrieb der Geräts soll nach einer geplanten klinischen Studie in der Türkei und der erforderlichen Marktzulassung beginnen.

Tinnitus-Therapie mit Klang und Wärme

„tinniwell“ kombiniert nach Angaben des Unternehmens „eine personalisierte Notch-Klangtherapie mit einer Wärmebehandlung des äußeren Gehörgangs bis 45 °C.“ Dabei werde die individuell bestimmte Tinnitusfrequenz aus abgespielter Musik herausgefiltert.

Als Beleg für die Wirkung verweist Resaphene auf eine Anwendungsbeobachtung mit 29 Patienten. Diese hätten das Gerät vier Wochen lang täglich mindestens 30 Minuten genutzt.

Ein Hinweis auf eine Veröffentlichung der Untersuchung der Tinnitus-Therapie in einer wissenschaftlichen, peer-reviewten Fachzeitschrift findet sich in den von Resaphene bereitgestellten Angaben nicht. Eine solche Publikation ist für die wissenschaftliche Einordnung von Studien von Bedeutung. Dort werden Methodik und Ergebnisse nachvollziehbar dokumentiert und vor der Veröffentlichung von unabhängigen Fachleuten geprüft. Der Autor selbst bezeichnet die Untersuchung zudem als ersten Schritt und hält für einen höheren Evidenzgrad eine umfangreichere, doppelblinde und placebokontrollierte Studie für erforderlich.

Um einen Tinnitus zu therapieren, gibt es unterschiedliche Ansätze.

Quelle: Resaphene Suisse AG


Auch Fachleute und die Deutsche Tinnitus Liga geben allgemeine Einschätzungen zum Nutzen von Tinnitus-Apps ab.