Kategorie: Forschung

Tinnitus: neue Erkenntnisse – was hier untersucht wird und was das bedeutet

Diese Kategorie bündelt aktuelle Entwicklungen und neue Erkenntnisse rund um Tinnitus – von wissenschaftlichen Studien bis hin zu neuen technischen Ansätzen.

Im Fokus stehen dabei konkrete Forschungsergebnisse, klinische Studien und neue Verfahren, die in der Wissenschaft oder im Gesundheitsmarkt untersucht werden. Ziel ist es, diese Inhalte verständlich einzuordnen: Was wurde tatsächlich untersucht? Wie belastbar sind die Ergebnisse? Und welche Bedeutung haben sie für Betroffene?

Einordnung statt Erwartung – wie belastbar sind neue Ansätze?

Viele dieser Entwicklungen befinden sich noch im experimentellen oder frühen Stadium. Entsprechend wichtig ist die Unterscheidung zwischen Forschung, ersten Studienergebnissen und bereits etablierten Verfahren.

Diese Beiträge helfen dabei, neue Meldungen besser einzuordnen – ohne falsche Erwartungen zu erzeugen.

Diese Kategorie bündelt aktuelle Entwicklungen rund um Tinnitus – von wissenschaftlichen Studien bis hin zu neuen technischen Ansätzen.

Im Fokus stehen dabei konkrete Forschungsergebnisse, klinische Studien und neue Verfahren, die in der Wissenschaft oder im Gesundheitsmarkt untersucht werden. Ziel ist es, diese Inhalte verständlich einzuordnen: Was wurde tatsächlich untersucht? Wie belastbar sind die Ergebnisse? Und welche Bedeutung haben sie für Betroffene?

Viele dieser Entwicklungen befinden sich noch im experimentellen oder frühen Stadium. Entsprechend wichtig ist die Unterscheidung zwischen Forschung, ersten Studienergebnissen und bereits etablierten Verfahren.

Diese Beiträge helfen dabei, neue Meldungen besser einzuordnen – ohne falsche Erwartungen zu erzeugen.

  • Kortison bei Hörsturz: Studie prüft Nutzen und Risiken

    • Die CORTEBO-Studie untersucht, ob die übliche Kortisontherapie bei einem erstmaligen einseitigen Hörsturz wirksamer ist als ein Placebo.
    • Neben der Hörverbesserung werden Sprachverständnis, Lebensqualität und unerwünschte Wirkungen erfasst.
    • Tinnitus ist eine häufige Begleiterscheinung des Hörsturzes; die Deutsche Tinnitus-Liga begleitet die Studie aus Patientensicht.

    Kortison gilt seit Jahrzehnten als Standardtherapie beim Hörsturz. Ob die Behandlung den plötzlich auftretenden Hörverlust tatsächlich verbessert, ist jedoch nicht eindeutig belegt. Die Universitätsmedizin Halle will diese Frage nun gemeinsam mit dem Deutschen Studienzentrum für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie in der bundesweiten CORTEBO-Studie klären.

    Ein Hörsturz entwickelt sich innerhalb von höchstens 72 Stunden, betrifft meist ein Ohr und kann von Tinnitus oder Schwindel begleitet werden. Gerade ein neu auftretendes Ohrgeräusch kann die Belastung der Betroffenen zusätzlich erhöhen. Insgesamt sollen 218 Erwachsene zwischen 18 und 80 Jahren zehn Tage lang entweder Prednisolon oder ein Placebo erhalten. Einen Monat nach Beginn wird geprüft, wie sich der Hörverlust in den besonders betroffenen Frequenzen verändert hat. Zusätzlich untersuchen die Forschenden das Sprachverständnis, die Lebensqualität und mögliche Nebenwirkungen. Die Nachbeobachtung dauert weitere fünf Monate. Die dreifach verblindete Studie soll voraussichtlich Anfang 2027 starten.

    Hochdosiertes Kortison bei Hörsturz umstritten

    Grundlage ist unter anderem die vorherige HODOKORT-Studie. Sie hatte gezeigt, dass hoch dosierte Glukokortikoide keine besseren Ergebnisse erzielten als die übliche Tablettentherapie, aber häufiger Nebenwirkungen verursachten. CORTEBO soll nun klären, ob auch die bisherige Standarddosierung einen nachweisbaren Nutzen hat. Die Deutsche Tinnitus-Liga war an der Benennung des Forschungsbedarfs beteiligt und unterstützt die Information der Betroffenen sowie die spätere Verbreitung der Ergebnisse. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Projekt bis Anfang 2031 mit mehr als zwei Millionen Euro.

    Quelle: Universitätsmedizin Halle

  • Burn-on: Studie liefert Orientierung bei der Behandlung von Angststörungen

    • Systematische Übersichtsarbeit und Network-Meta-Analyse vergleichen zahlreiche Medikamente zur Behandlung von Angststörungen.
    • Die untersuchten Wirkstoffe unterscheiden sich sowohl in ihrer Wirksamkeit als auch in ihrer Verträglichkeit.
    • Die Autoren empfehlen, die Medikamentenauswahl stets individuell unter Berücksichtigung von Nutzen und Risiken zu treffen.

    Wirksamkeit und Akzeptanz verschiedener Medikamente

    Im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um das sogenannte Burn-on-Syndrom rücken auch Angststörungen stärker in den Fokus. Eine neue systematische Übersichtsarbeit mit Network-Meta-Analyse hat die Wirksamkeit und Akzeptanz verschiedener Medikamente zur Behandlung von Angststörungen untersucht. Grundlage waren randomisierte kontrollierte Studien aus vier Jahrzehnten. Die Analyse zeigt, dass sich die verfügbaren Wirkstoffe sowohl hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung als auch ihrer Verträglichkeit unterscheiden. Einen einzelnen Wirkstoff, der in allen untersuchten Kriterien überlegen ist, gibt es nicht. Die Autoren sprechen sich deshalb für eine individuelle Therapieentscheidung aus, bei der Nutzen, Nebenwirkungen und persönliche Patientenfaktoren gleichermaßen berücksichtigt werden.

    Einordnung für Menschen mit Tinnitus

    Die Studie untersucht weder Burn-on noch Tinnitus direkt. Dennoch kann sie für Menschen mit chronischem Tinnitus interessant sein. Anhaltender Stress, psychische Überlastung und Angst können die Wahrnehmung eines bestehenden Tinnitus verstärken und den Leidensdruck erhöhen. Wird eine begleitende Angsterkrankung erfolgreich behandelt, kann dies die psychische Belastung verringern. Eine spezifische Therapie des Tinnitus stellt die medikamentöse Behandlung von Angststörungen jedoch nicht dar.

    Quelle: European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience (2025), „Comparative efficacy and acceptability of anxiolytic drugs for the treatment of anxiety disorders: a systematic review and network meta-analysis“, DOI: 10.1007/s00406-025-02082-0.

  • BAG: Kein Nutzen von Ginkgo bei Tinnitus – HTA nennt Kosten von rund 60 Mio. Franken

    • Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) konnte für Ginkgo biloba bei Tinnitus keinen nachweisbaren therapeutischen Nutzen feststellen.
    • Der HTA-Bericht schätzt die Auswirkungen einer Kostenerstattung für Tinnitus auf rund 60 Mio. CHF innerhalb von fünf Jahren.
    • Grundlage der Bewertung sind 42 klinische Studien; Hinweise auf ein erhöhtes Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen fanden sich nicht.

    Kein Wirksamkeitsnachweis

    Ein Health Technology Assessment (HTA) des Schweizer Bundesamts für Gesundheit kommt zu dem Ergebnis, dass Ginkgo biloba bei Tinnitus keinen nachweisbaren therapeutischen Nutzen gegenüber Placebo oder Standardbehandlungen bietet. Insgesamt wertete das BAG 42 klinische Studien zu vier Anwendungsgebieten aus, darunter Tinnitus und Schwindel.

    Hohe Kosten trotz fehlender Evidenz

    Neben den klinischen Ergebnissen beleuchtet der Bericht auch die wirtschaftlichen Folgen. Für die Kostenerstattung von Ginkgo biloba bei Tinnitus schätzt das BAG Auswirkungen von rund 60 Mio. CHF innerhalb von fünf Jahren. Positive Effekte wurden dagegen nur für nachlassende geistige Leistungsfähigkeit und die periphere arterielle Verschlusskrankheit beschrieben.

    Quelle: Bundesamt für Gesundheit (Schweiz): Ginkgo biloba bei Personen mit nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Schwindel oder Tinnitus.

  • Post-COVID-Tinnitus wurde im Verlauf der Pandemie zunehmend seltener

    • Neu aufgetretener Tinnitus nach einer COVID-19-Infektion war meist mild und unterschied sich klinisch kaum von bereits bestehendem Tinnitus.
    • Der Anteil der Betroffenen mit Post-COVID-Tinnitus sank von 9,8 Prozent im Jahr 2020 auf 0 Prozent in den Jahren 2023 und 2024.
    • Als mögliche Erklärungen nennen die Autoren den Beginn der COVID-19-Impfungen, die Dominanz der Omikron-Variante und eine geringere psychische Belastung im weiteren Pandemieverlauf.

    Ein nach einer COVID-19-Infektion neu aufgetretener Tinnitus scheint im Verlauf der Pandemie seltener geworden zu sein. Das berichtet ein brasilianisches Forscherteam nach der Untersuchung von 231 Erwachsenen mit bestätigter COVID-19-Erkrankung. Während 2020 noch 9,8 Prozent der Patienten einen neu aufgetretenen Tinnitus entwickelten, lag der Anteil 2021 bei 6,7 Prozent und 2022 bei 4,4 Prozent. In den Jahren 2023 und 2024 wurde in der untersuchten Kohorte kein entsprechender Fall mehr beobachtet. Gleichzeitig zeigte sich, dass sich Post-COVID-Tinnitus hinsichtlich Hörvermögen, Ausprägung und Belastung kaum von bereits bestehendem Tinnitus unterschied und überwiegend mild verlief. Die Autoren sehen in den Impfkampagnen, der später vorherrschenden Omikron-Variante und der abnehmenden psychischen Belastung während der Pandemie mögliche Erklärungen für den rückläufigen Trend. Einen ursächlichen Zusammenhang kann die Studie jedoch nicht belegen. Zudem erreichte der beobachtete Rückgang die statistische Signifikanz nur knapp nicht.

    Quelle: Figueiredo RR et al. Trajectory of COVID-related tinnitus over the pandemic timeline. Brazilian Journal of Otorhinolaryngology. 2026.

  • Tinnitus: Bauchumfang könnte laut Studie das Risiko erhöhen

    • In einer Mendelschen Randomisierungsstudie zeigte sich ein kausaler Zusammenhang zwischen einem größeren Taillenumfang und einem erhöhten Tinnitus-Risiko.
    • Andere untersuchte Faktoren wie Rauchen, Blutzucker oder Insulin zeigten in den beiden Biobank-Kohorten keine konsistenten Ergebnisse.
    • Die Autoren sehen abdominale Adipositas als potenziell beeinflussbaren Ansatzpunkt für die Prävention von Tinnitus, betonen jedoch den Bedarf an weiterer Forschung.

    Ein größerer Taillenumfang könnte das Risiko für Tinnitus erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Mendelsche Randomisierungsstudie, in der genetische Daten aus der UK Biobank und der FinnGen-Biobank ausgewertet wurden. Nach der gemeinsamen Meta-Analyse blieb ausschließlich der Taillenumfang signifikant mit einem erhöhten Tinnitus-Risiko assoziiert. Andere zunächst auffällige Faktoren wie Rauchen, Nüchternblutzucker oder Nüchterninsulin konnten über beide Datensätze hinweg nicht konsistent bestätigt werden. Die Autoren sehen den Taillenumfang als potenziell veränderbaren Risikofaktor für die Prävention von Tinnitus. Zugleich weisen sie auf Einschränkungen der Studie hin, darunter unterschiedliche Definitionen von Tinnitus in den Datensätzen und die Notwendigkeit weiterer experimenteller und klinischer Untersuchungen zur Bestätigung der Ergebnisse.

    Für Betroffene heißt das zunächst für den Tinnitus: Bauchumfang ist möglicherweise einer von vielen noch nicht abschließend geklärten Risikofaktoren. Ein dicker Bauch führt nicht automatisch zu Tinnitus. Und ein bestehender Tinnitus verschwindet nicht allein dadurch, dass man abnimmt.

    Quelle: Zheng K, Zheng Y, Lei Y, Lin J. Modifiable risk factors for tinnitus: A Mendelian randomization study

  • Studie untersucht Tinnitus bei COVID-19-Patienten

    1. Die Häufigkeit von Schwindel und insbesondere Kopfschmerzen stieg während einer COVID-19-Erkrankung deutlich an.
    2. Ein Teil der Betroffenen berichtete auch Monate nach der Genesung weiterhin über Schwindel, Tinnitus oder Kopfschmerzen.
    3. Die Studie deutet darauf hin, dass diese Symptome bei COVID-19-Patienten längerfristig bestehen können. 

    Eine Studie des Sultan Qaboos University Hospital in Muscat hat die Häufigkeit von Schwindel, Tinnitus und Kopfschmerzen bei 102 erwachsenen COVID-19-Patienten untersucht. Während der Erkrankung stieg die Prävalenz von Schwindel von 16 auf 41 Prozent, die von Kopfschmerzen von 53 auf 73 Prozent. Auch nach der Genesung berichteten Betroffene weiterhin über entsprechende Beschwerden. Die Autoren sehen darin Hinweise darauf, dass otoneurologische Symptome und Kopfschmerzen über die akute Infektion hinaus anhalten können. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl und der Datenerhebung per Telefoninterview seien weitere Untersuchungen erforderlich.

    Quelle: Ahmed NTB, Al Abri RKS, Jaju D. Prevalence of Dizziness, Tinnitus and Headache Among COVID-19 Patients at Sultan Qaboos University Hospital, Muscat

  • TRI-Konferenz 2026 bringt internationale Tinnitus-Forschung zusammen

    Die Tinnitus Research Initiative veranstaltet vom 16. bis 18. September 2026 eine internationale Fachkonferenz in Berlin. Austragungsort ist der Campus der Charité. Die Veranstaltung richtet sich an Forschende und klinisch tätige Fachleute aus verschiedenen Bereichen der Hörforschung.

    Auf der Konferenz werden typischerweise Studien zur Entstehung von Tinnitus, zur neuronalen Verarbeitung sowie zu klinischen Behandlungsansätzen vorgestellt. Das Programm umfasst Beiträge aus Neurowissenschaft, Audiologie und klinischer Praxis. Viele Ergebnisse werden dort erstmals präsentiert und anschließend wissenschaftlich publiziert.

    Ein detailliertes Programm mit einzelnen Vorträgen liegt derzeit noch nicht vollständig vor. Welche Themen im Fokus stehen werden, ist daher noch offen.

    Quelle: https://www.tinnitus-research-initiative-2026.com/

  • Kombinationstherapien bei Tinnitus zeigen uneinheitliche Ergebnisse

    Eine im Fachjournal Nature Communications veröffentlichte Studie untersucht, ob sich durch die Kombination verschiedener Therapieansätze bei Tinnitus zusätzliche Effekte erzielen lassen. Analysiert wurden mehrere Verfahren, die entweder parallel oder nacheinander angewendet wurden. Beteiligt waren internationale Forschungseinrichtungen, die unterschiedliche Behandlungsstrategien systematisch verglichen haben.

    Die Auswertung zeigt, dass sich die Wahrnehmung von Ohrgeräuschen in einzelnen Gruppen verändert hat. Ein konsistenter Vorteil gegenüber Einzeltherapien ließ sich jedoch nicht nachweisen. Unterschiede ergaben sich vor allem zwischen den untersuchten Ansätzen und den jeweiligen Patientengruppen. Teilweise traten Effekte nur unter spezifischen Bedingungen auf.

    Offen bleibt, ob bestimmte Kombinationen gezielt für definierte Patientengruppen geeignet sind und unter welchen Voraussetzungen sich die beobachteten Effekte reproduzieren lassen.

    Quelle: https://www.nature.com/articles/s41467-025-66165-1

  • Implantat-Ansatz wird in klinischer Studie untersucht

    Im Studienregister von ClinicalTrials.gov ist eine klinische Studie zu einem Implantat-System bei Tinnitus dokumentiert. Der Ansatz kombiniert akustische Reize mit elektrischer Stimulation, die über eine implantierte oder gekoppelte Komponente abgegeben wird. Ziel ist es, die Verarbeitung von Ohrgeräuschen im Nervensystem gezielt zu beeinflussen.

    Der Studienansatz gehört zu einer Gruppe von Verfahren, die auf neuromodulatorischen Konzepten basieren. Dabei wird versucht, neuronale Aktivität so zu verändern, dass sich die Wahrnehmung von Tinnitus reduziert oder verändert. Grundlage sind frühere experimentelle Untersuchungen zu solchen Effekten.

    Ergebnisse liegen bislang nicht vor. Unklar ist, ob sich die Annahmen aus Voruntersuchungen bestätigen und ob sich daraus ein praktisch nutzbares Verfahren entwickeln lässt.

    Quelle: https://clinicaltrials.gov/study/NCT06641999

  • Digitale Tinnitus-Anwendungen sollen stärker in den Alltag integriert werden

    Ein Forschungsprojekt der RNID beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Tinnitus-Anwendungen besser in den Alltag integrieren lassen. Im Mittelpunkt stehen digitale Lösungen, die über Alltagsgeräte genutzt werden können und keine spezialisierte Umgebung erfordern.

    Diskutiert werden unter anderem Ansätze, bei denen akustische Reize individuell gesteuert und über mobile Geräte bereitgestellt werden. Ziel ist eine kontinuierliche Nutzung, die nicht an feste Therapiezeiten gebunden ist. Hintergrund ist die Beobachtung, dass viele bestehende Verfahren im Alltag nur eingeschränkt anwendbar sind.

    Konkrete Daten zur Wirksamkeit solcher Anwendungen liegen derzeit nicht vor. Unklar ist, welche der entwickelten Ansätze über experimentelle Anwendungen hinausgehen und sich langfristig im Alltag bewähren.

    Quelle: https://tinnitus.org.uk/new-research-targets-accessible-treatment-for-tinnitus/